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Anmeldung Fachtag

 

Potentiale statt Schubladen

Begleitung von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte in den Beruf und die Notwendigkeit von community-basierter Beratung

27. November 2026 · 14:00–19:00 Uhr · Café Tür an Tür, Wertachstraße 29a, 86153 Augsburg

Programm

  • 14:00 Begrüßung & Impulsvortrag: Berufsorientierung gestern und heute (BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz)
  • 15:30 Workshops – drei zur Auswahl, siehe unten
  • 17:15 Dialogpanel
  • 18:15 Vernetzung bei Kaffee und kulinarischem Angebot

Anmeldung: Die Anmeldung umfasst genau einen Workshop. Freies Dasein kann alternativ ausgewählt werden; hierfür wird einen Raum zum Austausch und Vernetzen geben, der parallel zu den Workshops geöffnet ist.

Begrüßung & Impulsvortrag (14:00 Uhr)

Berufsorientierung gestern und heute: Zugänge, Zuschreibungen und Gestaltungsspielräume

BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz

Die historische Entwicklung der Berufsorientierung zeigt eine institutionelle Selektionslogik, durch die Jugendlichen, bspw. mit Migrationsgeschichte, Bildungsdefizite zugeschrieben und Zugänge zu Bildungs- und Berufswegen erschwert wurden. Solche Zuschreibungen können bis heute dazu beitragen, soziale Ungleichheiten zu reproduzieren und Bildungs- und Teilhabechancen ungleich zu verteilen.

Wir werfen damit einen Blick in die Vergangenheit, analysieren aber auch die Gegenwart: Welche Formate und Angebote stehen Jugendlichen zur Verfügung? Wie erleben Jugendliche diesen Weg und welche Entscheidungen werden dabei von ihnen erwartet?

Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wo und wie Diskriminierungsrisiken entstehen können – in der schulischen Berufsorientierung, bei betrieblichen Angeboten oder in der Berufsberatung selbst. Dabei betrachten wir auch, welche Folgen solche Erfahrungen für Berufsentscheidungen, Zugangschancen und das Selbstbild junger Menschen haben können.

Workshops (15:30 Uhr)

Diskriminierungskritische Berufsorientierung in der Praxis: Deine Rolle als Berater*in

BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz

Zu wissen, was Macht ist und wo sie wirkt, reicht nicht aus. Entscheidend ist, was das für den eigenen Beratungsalltag bedeutet und wie sich machtkritisches Denken in Haltung und Handlung übersetzen lässt.

Der Workshop lädt Berater*innen in der Berufsorientierung und -beratung dazu ein, die eigene Praxis niedrigschwellig zu reflektieren: die eigene Positionierung und Rolle, institutionelle Rahmenbedingungen, strukturelle Diskriminierung und die eigenen Handlungsmöglichkeiten.

Im Mittelpunkt steht die Frage: Wo liegt meine Handlungsmacht – was kann ich selbst verändern, was kann ich beeinflussen und wo brauche ich Verbündete und Netzwerke? Gemeinsam wollen wir Handlungsspielräume sichtbar machen und konkrete Möglichkeiten diskutieren, wie Berufsberatung und -orientierung diskriminierungskritisch gestaltet werden können, um junge Menschen beim Übergang von der Schule in die Ausbildung und beim Einstieg ins Berufsleben bestmöglich zu unterstützen.

Handlungsspielräume und communitybasierte Beratung in einer von Rassismus geprägten Gesellschaft

WeAct – Community-Basierte Rassismuskritische Beratung

Rassismus, Diskriminierung und das Erstarken rechtsextremer Kräfte stellen Communities vor wachsende Herausforderungen. Communities sind wichtige Räume der Solidarität, gegenseitigen Unterstützung und kollektiven Selbstermächtigung. Sie agieren als Gegenräume. Genau hier setzt die communitybasierte Beratung an.

Unser Workshop beleuchtet die Potenziale und Grenzen communitybasierter Beratung aus einer rassismuskritischen Perspektive. Dabei stehen das Verständnis von Communities, ihre inneren Dynamiken sowie die Beratungsprinzipien von WeAct im Mittelpunkt.

Gemeinsam blicken wir auf Communities als Gegenräume zur Ausgrenzung und teilen Perspektiven zur Stärkung unserer kollektiven Handlungsfähigkeit, solidarischer Schutzstrukturen und gemeinsamer Widerstandsfähigkeit. Unser Ziel ist es, Erfahrungen zusammenzuführen, Synergien zu schaffen und konkrete Handlungsspielräume sichtbar zu machen.

Migration und Chancengleichheit: Eltern stärken am Übergang Schule/Beruf

BEST – Bilde, Entwickle und Stärke dein Talent

Unser Ziel: Gemeinsam und sensibel jungen Menschen einen erfolgreichen und selbstbestimmten Start in ihre berufliche Zukunft ermöglichen.

Der Übergang von der Schule in Ausbildung, Beruf oder weiterführende Bildungswege ist eine wichtige Entwicklungsphase. Eltern und andere Bezugspersonen beeinflussen dabei wesentlich die berufliche Orientierung und Zukunftsentscheidungen junger Menschen.

Der BEST-Workshop richtet sich auf die Stärkung von Eltern mit Migrationsbiografie und Fluchterfahrung. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Unterstützung Eltern benötigen, um ihre Kinder in dieser Phase sicher, wertschätzend und angemessen zu begleiten. Dabei werden ihre Lebensrealitäten, Erfahrungen und möglichen Hürden berücksichtigt.

Gemeinsam beschäftigen wir uns mit folgenden Fragen:

  • Wie können Eltern und Fachkräfte auf Augenhöhe arbeiten, um Jugendliche zu ermutigen, eigene Entscheidungen zu treffen?
  • Wie lassen sich die Wünsche und Erwartungen der Eltern mit den Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen verbinden?
  • Welche Unterstützung brauchen Jugendliche in Phasen von Unsicherheit und Orientierung?
  • Wie können Vertrauen, Motivation und Selbstwirksamkeit in der Familie gestärkt werden?
  • Welche konkreten Hilfen benötigen Eltern für ihre unterstützende Rolle?

Der Workshop bietet Raum für Austausch, Reflexion und praxisnahe Impulse. Anhand von Beispielen werden Strategien entwickelt, wie Eltern, Schule und Helfersysteme Jugendliche stärkenorientiert begleiten und ihre Selbstständigkeit fördern können.

Außerdem wird das Förder- und Mentoringprogramm der OHANA-Akademie in München und Augsburg vorgestellt. Familien erhalten Informationen darüber, wie sie über einen Bildungsschein kostenlose begleitende Unterstützung in Anspruch nehmen können.

Zielgruppe: Der Workshop richtet sich an Eltern, Fachkräfte, Lehrkräfte sowie weitere Personen, die Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf begleiten.

Verpflegung

Kaffee, Wasser und Buffet sind kostenlos. Weitere Getränke an der Bar gibt es auf Selbstzahlerbasis.

Barrierefreiheit

Der Veranstaltungsort ist nicht vollständig barrierefrei.

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