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Nicht nur die Demokratie, sondern auch die Menschen verteidigen!

Unter dem Titel “Geheimplan gegen Deutschland” entlarvt das Recherchenetzwerk Correctiv ein Treffen von rechtsextremen Akteuren aus ganz Deutschland. Mit dabei wahren sowohl führende Kader der AfD als auch rechte Demagogen und Hetzer, finanzstarke Unternehmer und eine Nachwuchskraft der rechtsextremistischen Identitären Bewegung aus Österreich. Gegestand des Treffens war nichts Geringfügigeres als die Deportation von migrantischen Menschen sowie Personen, die sich in der Geflüchteten-Arbeit durch Hilfe und Solidarität engagiert haben.

Spätestens seit der Veröffentlichung ist die gesamte Gesellschaft hinsichtlich möglicher eigener Gefährdungslagen mit jener Lebensrealität konfrontiert, der Menschen mit Migrationskompetenz, täglich ausgesetzt waren und sind.  Als ZAM e.V., der Zusammenschluss Augsburger Migranten(selbst)organisationen positionieren wir uns zu diesen Entwicklungen nicht nur als Getroffene, sondern vor allem als Organisation, die für die unerlässlichen emanzipatorischen (post-)Migrantischen Perspektiven in der Einwanderungsgesellschaft steht und täglich kämpft. Daher sehen wir uns in der Verantwortung und in der Pflicht ergänzend zu den zahlreichen, seither veröffentlichten und verkündeten Positionierungen, Stellungnahmen, Statements, Distanzierungen etc. aus unserer Sicht unerlässliche Punkte in diskursiv einzuspeisen.

A Priori müssen wir anmerken, dass es für Millionen von Menschen mit Migrationsgeschichte durch die Markierung als „Deportationsobjekte“ und somit mögliche Angriffsziele für Faschist*innen zu allererst um den Schutz: also um die Unversehrtheit jener Menschen geht, die von den Deportationsphantasien adressiert sind! Dies muss benannt werden. Es ist daher nicht ausreichend die Verteidigung der Demokratie zu Framen, sondern notwendig in unbedingter Solidarität an der Seite dieser Menschen Position zu beziehen und Ihren Schutz einzufordern.

Wir stehen daher als Expert*innen zur Verfügung, um in Aushandlung darüber zu gehen, welche Veränderungen es bedarf, damit sich Menschen und spezifisch Menschen mit Migrationsgeschichte hier sicher fühlen und rufen auf, das Vorhaben einer aushandlungs- und entwicklungsfähigen, demokratischen Gesellschaft aktiv mitzutragen und -gestalten. Schweigen darf keine Option mehr sein. Es ist an der Zeit gemeinsam die Gesellschaft der Vielen Praktisch werden zu lassen.

PM_Positionierung gegen Rechts_ZAM e.V._18.01.2024

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