Vortrag mit Christian Jakob (taz): Zur Lage der Geflüchteten im polnisch-belarussischen Grenzgebiet

Online-Veranstaltung unseres Mitglieds des Augsburger Flüchtlingsrats.

Der taz-Journalist Christian Jakob hat Ostpolen in den vergangenen Wochen mehrfach besucht und berichtete von der Lage vor Ort und von den Auswirkungen auf die Flüchtlingspoltik in der EU und in Deutschland.

Ausgangssituation des Vortrags:

Am 1. Dezember hat die EU-Kommission bekannt gegeben, dass sie den Zugang zu Asyl weiter erschweren und ermöglichen möchte, Schutzsuchende bis zu 20 Wochen in Haft zu nehmen. Der Schritt ist die Antwort auf die Strategie des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko, Geflüchtete über die EU-Außengrenzen nach Polen, Litauen und Lettland zu schicken. In der Folge saßen Zehntausende Menschen teils monatelang in völliger Entrechtung im Niemandsland an den Grenzen zu Belarus fest. Mindestens 14 Menschen starben. Polens Regierung sprach von einem „Krieg“, bezeichnete die Flüchtlinge als „hybride Waffe“. Deutschland und die EU übernahmen diese Formulierungen und bereiteten so den weiteren Abbau des Flüchtlingsschutzes in der EU vor.

Eine Veranstaltung des Augsburger Flüchtlingsrates in Kooperation mit dem Augsburger Forum Flucht & Asyl in der Lokalen Agenda 21 und ZAM e.V.